Mag. Leopold Rieder
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Eine Vielzahl an Aktivitäten ist im abgelaufenen Schuljahr wiederum in unserer Schule insgesamt und in den einzelnen Klassen gesetzt worden. Die Schülerinnen und Schüler sind dank des Einsatzes der am Schulgeschehen Beteiligten in vielfacher Hinsicht weiter gekommen. Es ist zu hoffen, dass sie nicht nur viel an Lehrstoff vermittelt bekommen, sondern auch wichtige Schritte in der menschlichen Entwicklung getan haben, die sie befähigen, an einer verantwortungsvollen Gestaltung unserer Welt und Gesellschaft früher oder später mitzuwirken.
Beispielhaft sei hier auf das heuer zum zweiten Male in den 7. Klassen durchgeführte Projekt „Compassion – soziale Verantwortung lernen“ hingewiesen. Compassion steht für „Mitleidenschaft“, Zugehen auf den Nächsten, ihn verstehen und ihm helfen, für Haltungen also, die für ein mitmenschliches Zusammenleben unbedingt notwendig sind.
Schule war in jüngster Zeit oftmals ein Diskussionsthema. Die vom Ministerium eingesetzte Zukunftskommission beschäftigte sich mit Fragen der künftigen Struktur und Organisation der Schule. Zum Teil emotional geführte Debatten über die Einführung der Gesamtschule beherrschten die Schlagzeilen der Zeitungen. Auch Standards, vor allem an den Schnittstellen des schulischen Bildungsweges, werden gefordert und überlegt. Und nicht zuletzt hat auch die zunehmende Gewaltbereitschaft von Schülerinnen und Schülern breiten Raum in den Medien gefunden.
Um in unserer Schule gewalttätige Situationen zu vermeiden, begannen wir im Sommersemester dank großzügiger Sponsoren mit der Ausbildung von Schülerinnen und Schülern zu Mediatorinnen und Mediatoren. Mediation ist die Vermittlung in einem Konflikt durch unparteiische Dritte. Sie ermöglicht eine Konfliktberatung in gegenseitiger Achtung. Solche Konfliktlösungen sind einvernehmlich, ohne Verliererinnen oder Verlierer und immer gewaltfrei. Die Seminarteilnehmer und -teilnehmerinnen werden speziell geschult, um „richtig“ streiten zu helfen, also Konflikte zu bewältigen, so dass für beide Konfliktparteien eine gute und zufrieden stellende Lösung gefunden wird. Sie werden allen Mitschülerinnen und Mitschülern im Ernstfall zur Verfügung stehen.
Durch die Genehmigung des Landesschulrates für Niederösterreich, eine weitere 1. Klasse führen zu dürfen, ist auch zusätzlicher Klassenbedarf notwendig geworden. Es ist uns gelungen einen noch frei stehenden Raum als neues Musikzimmer zu adaptieren. Dass dafür die erforderlichen Geldmittel zur Verfügung gestellt werden konnten, ist dem persönlichen Einsatz unserer Schulamtsleiterin Frau HR Dr. Christine Mann zu verdanken.
Neuland beschreitet das Erzbischöfliche Gymnasium in Kooperation mit der Landwirtschaftlichen Fachschule Hollabrunn. In einem Pilotprojekt wird Abgängerinnen und Abgängern landwirtschaftlicher Schulen, nach Absolvierung eines einjährigen Vorbereitungslehrgangs, die Möglichkeit zur Ablegung der Berufsreifeprüfung geboten. Als Vortragende kommen Lehrkräfte unserer Schule zum Einsatz, die auch die Reifeprüfung abnehmen werden.
Ich möchte mich beim überaus engagierten Lehrer/innenteam und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die geleistete Arbeit auf das Herzlichste bedanken. Mein Dank gilt natürlich auch allen, die uns immer wieder unterstützen und unsere Schule fördern.
Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre dieses Jahresberichts und einen erholsamen Sommer.


