Dr. Hans Hermann Groër
Das erste Normaljahr
Das Schuljahr 1978/79 brachte uns die Verleihung des Öffentlichkeitsrechtes auf Dauer. Im übrigen war es das erste „Normaljahr“, dem viele solche Normaljahre folgen mögen. Es gab die zweite Reifeprüfung, mit der das erste Jahrfünft unserer jungen Schule abgeschlossen ist.
Erfreulich „nicht normal“ war - zum fünftenmal - die Anzahl derer, die zum Schuljahrsende durch- gefallen sind: 6,8 Prozent. „Die Presse“ (v. 23./24. Juni 1979) brachte eine nicht uninteressante Bilanz der letzten Jahre und nannte als die „Spitzenreiter die Aufbaugymnasien und - Realgymnasien (eine Oberstufenform vor allem Hauptschulabgänger), in denen bis zu 18 Prozent der Schüler das Unterrichtsjahr wiederholen müssen“.
Erfreulich scheint der hohe Stand der Neuanmeldungen: Im Schuljahr 1979/80 wird es - erstmals bei uns - zwei 5. Klassen geben. Erfreulicher als das ist die Tatsache, daß sich für diese Fünften keiner der Bewerber (zum Großteil ehem. Hauptschüler) einer Aufnahmsprüfung unterziehen muß - die vorgelegten Zeugnisse weisen durchwegs ausgezeichneten bis guten Erfolg auf. Eine Reihe von Neuen stand schon im Beruf, fand darin nicht die rechte Erfüllung und strebt nun nach Höherem.
Wie immer am Jahresende zeigen sich auch heuer all die Hilfen, die zu danken sind: dem Bundesministerium für Unterricht und Kunst, dem Landesschulrat für Niederösterreich, der Erzdiözese Wien als Schulerhalter, dessen Vertreter, Seminarrektor Dr. J. Kurz, und den übrigen Seminarvorstehern, den Wohltätern, der Elternvereinigung, dem Hollabrunner Direktorat. Nicht vergessen seien unsere Lehrer und Schüler: Sie haben sich redlich und erfolgreich gemüht.

