Mag. Leopold Rieder
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Im abgelaufenen Schuljahr rückte die Institution Schule noch stärker als bisher in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Das Sparpaket der Bundesregierung emotionalisierte zwar alle Österreicher, besonders aber die an der Schule mitarbeitenden Kräfte. 45-Minuten-Stunde, Schulbuchaktion, Schülerfreifahrt beherrschten als Schlagwörter die Titelseiten der Printmedien.
Die Auswirkungen der Einsparungsmaßnahmen bei den Schulveranstaltungen lassen sich zum gegebenen Zeitpunkt noch nicht richtig abschätzen. Es wäre schade, würde der in diesem Schuljahr gestarteten Initiative des Aufbaugymnasiums, unsere Schüler mit Menschen anderer Länder zusammenzuführen (Parisreise, Pragreise, Romreise), ein Ende gesetzt.
Große Unruhe verursachte auch die angekündigte Stundenkürzung. Da aber das Aufbaugymnasium bereits in den letzten Schuljahren Freigegenstände und Unverbindliche Übungen mit einem vernünftigen Augenmaß angeboten hat, kann unsere Schule als eine der wenigen des Landes ohne Schmälerung des Angebots ins kommende Unterrichtsjahr gehen und den Ausbildungsstandard unserer Schüler beibehalten.
Wenn ich im Vorjahr an dieser Stelle von steigenden Schülerzahlen geschrieben habe, so darf ich mich heuer mit Freude wiederholen. Im Schuljahr 1994195 besuchten um 10% mehr junge Menschen unser Aufbaugymnasium als im vergangenen Jahr, was uns Lehrern noch mehr Verpflichtung und Verantwortung auferlegt, dieses Vertrauen der Eltern in die Unterrichts- und Erziehungstätigkeit zu rechtfertigen.
Als besonders beliebt erwies sich heuer bei den Schülern wieder „Humanbiologie und Humanpsychologie“ ein Wahlpflichtgegenstand, der nur an unserer Schule angeboten wird. Aufsteigend wurde „Humanbiologie und Humanpsychologie“ erstmals in der 8. Klasse unterrichtet, und acht Oktavaner wählten dieses Fach als Prüfüngsgegenstand bei der mündlichen Reifeprüfüng. Unser Bemühen zielt auch dahin, der Vermittlung von Wissen und Bildung einen entsprechenden äußeren Rahmen zu bieten. In den letzten Ferien wurden einige Renovierungsarbeiten in Angriff genommen. Das Schwergewicht lag auf der Sanierung der Toilettenanlagen. Durch geschickte Planung bei den Umbauarbeiten ist es gelungen, dem Administrator der Schule erstmals einen eigenen Raum zur Verfügung zu stellen. Zu Beginn des zweiten Semesters wurde eine Klasse mit neuen Schulmöbeln ausgestattet. Die Schüler können die höhenverstellbaren Stühle und Tische ganz ihren individuellen Wünschen anpassen, dadurch wird gesundes Sitzen und Arbeiten ermöglicht. Es sei hier ein aufrichtiges Dankeschön dem Schulamt der Erzdiözese, besonders aber der Finanzkammer gesagt, die uns die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt hat.
Der Erfolg des Schuljahres 1994/95 ist ein Zeichen der gelebten Schulgemeinschaft am Aufbaugymnasium. In gemeinsamer Arbeit wird die heranwachsende Jugend im christlichen Sinn auf die Anforderungen der Gesellschaft von heute vorbereitet. Dafür möchte ich allen Schülerinnen und Schülern, allen Eltern und Lehrern ganz herzlich danken, und ich wünsche allen an unserer Schule Tätigen und ihren Angehörigen schöne Ferien und erholsamen Urlaub.


