Mag. Leopold Rieder
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Das Schuljahr 1998/99 ist ein Meilenstein in der Geschichte unserer Schule. Zum einen können wir heuer das 25jährige Bestandsjubiläum feiern, zum anderen konnte mit der Errichtung eines Realgymnasiums ein entscheidender Schritt in der Weiterentwicklung unserer Bildungsstätte gesetzt werden.
Unsere Schule wurde im Jahre 1974 vom damaligen Rektor des Eb. Seminars Dr. Kurz und dem damaligen Religionsprofessor und späteren Erzbischof von Wien, Kardinal Dr. Hans Hermann Groër, gegründet. Die Pflanze, die mit einer Klasse zu sprießen begonnen hat, hat sich gut entwickelt, und derzeit werden 10 Klassen mit 200 Schülern geführt. Als österreichweite Besonderheit werden seit diesem Schuljahr die Unterrichtsfächer Humanbiologie und Humanpsychologie angeboten und von den Schülern begeistert angenommen.
25 Jahre Aufbaugymnasium Hollabrunn erlauben eine stolze Rückschau. Nicht eine nostalgische Schwärmerei über verflossene Gymnasialromantik soll hier angesprochen werden, das Augenmerk ist vielmehr auf die Absolventen zu legen, die in unserer Schule die nötige Basis dafür erhalten haben, um in verschiedensten weiterführenden Arbeits- und Ausbildungsstätten hohe Qualifikationen erreichen und im Beruf und im Leben „ihren Mann bzw. ihre Frau“ stellen zu können. Die Berufe der mittlerweile über 500 Absolventen des Aufbaugymnasiums sind so vielfältig - vom Techniker bis zum Künstler, vom Priester bis zum Lehrer, vom Sozialarbeiter bis zum Facharzt -, dass sie die heute zuweilen hörbare Kritik an der allgemeinbildenden höheren Schule und ihrer Unbrauchbarkeit für das Leben eindrucksvoll widerlegen.
Unser Blick hat sich auch stets in die Zukunft zu richten und die Schule damit dynamisch zu halten. Große Freude und zugleich Herausforderung bereitet uns daher die 1. Klasse des Realgymnasiums, die im Herbst eröffnet werden konnte. Die 29 Schülerinnen und Schüler werden vom Lehrerteam engagiert nach dem Marchtaler Plan unterrichtet, und ich möchte den Schülern und Lehrern zu den bisher erbrachten ausgezeichneten Leistungen aufrichtig gratulieren. Die Anmeldungen für das kommende Jahr zeigen das hohe Ansehen und die Beliebtheit dieser Schulform.
Ermutigt durch die Erfolge in der Vergangenheit soll der eingeschlagene Weg auch künftig fortgesetzt, ständig kritisch überdacht und den Erfordernissen der Zeit angepasst werden. Ich hoffe, dass es unserer Schule auch weiterhin gelingt, den Anforderungen, die an sie gestellt werden, gerecht zu werden.
Zu guter Letzt danke ich jenen, die dazu beigetragen haben, dass unsere Schule lebendig und lebensnah sein kann: Herrn Kardinal Dr. Christoph Schönborn und dem Erzbischöflichen Amt für Unterricht und Erziehung mit dessen Leiterin Frau Dr. Christine Mann für die tatkräftige Förderung hinsichtlich der Weiterentwicklung unserer Schule; den Beamten des Unterrichtsministeriums und des Landesschulrates für Niederösterreich, an der Spitze Herrn Amtsführenden Präsidenten HR Adolf Stricker, für deren Wohlwollen und förderndes Interesse; der Verwalterin des Erzbischöflichen Seminars Frau Ilse Rockenbauer für die reibungslose Zusammenarbeit.
Ich danke allen, die in der täglichen Unterrichts-, Erziehungs-, und Verwaltungsarbeit vor Ort ihren Beitrag zum Gedeihen des Erzbischöflichen Real- und Aufbaugymnasiums leisten: den Lehrerinnen und Lehrern, den Mitarbeitern in der Direktionskanzlei, dem Schulgemeinschaftsausschuss, dem Elternverein und den Schülenvertretern und wünsche ihnen wohlverdiente und erholsame Ferien.


