Mag. Leopold Rieder
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Seit diesem Schuljahr ist das Leben an unserer Schule noch lebendiger, vielfältiger und bunter geworden. Aufgrund des enormen Schüler- und Elterninteresses konnten wir heuer nach Genehmigung durch die Schulbehörde zwei erste Klassen eröffnen. Wir schätzen es außerordentlich, dass unser Angebot einer neuen Unterstufe in der Öffentlichkeit großen Anklang findet. Für mich als Schulleiter ist es eine Freude, erleben zu dürfen, mit welcher Begeisterung unsere Schüler mit den Arbeitsformen des Marchtaler Plans umzugehen wissen. Es zeigt sich immer deutlicher, dass Wissen alleine in unserer Zeit nicht mehr genügt. Teamarbeit, das Vermitteln von Werten, die Fähigkeit, sich selbst Wissen anzueignen und damit die Basis für lebenslanges Lernen zu schaffen, gewinnen immer mehr an Bedeutung. Das heißt, dass die Anforderungen, die an die Schüler gestellt werden, nicht geringer werden, sondern breiter gefächert sind. So können die Schüler besonders darauf vorbereitet werden, den Ansprüchen des Alltags- und Berufslebens gerecht zu werden. Um Schüler in die Lage zu versetzen, sich Bildung selbstständig anzueignen, muss die Schule sie außerdem mit den Voraussetzungen und den Prinzipien des eigenen Lernens vertraut machen - sie muss die Kinder lehren, zu lernen.
Erstmals konnte sich die Oberstufe unserer Schule im Herbst auf der Bildungsmesse in Korneuburg präsentieren, wo besonders die Übergangsklasse als Vorbereitungsjahr für die 5. Klasse und für weiterführende Schulen im Mittelpunkt der Anfragen stand.
Überrascht wurden wir am Tag der offenen Tür vom Andrang der Schüler und Eltern, die unsere Schule kennen lernen wollten. Unser Informationsteam konnte kaum der Beantwortung aller Fragen nachkommen und die große Zahl der Unterrichtsbesucher sprengte beinahe die Klassenräume.
Im neuen Lehrplan, der mit dem kommenden Schuljahr aufsteigend in Kraft tritt, werden die Schulen zur Entwicklung eines Schulprogramms aufgefordert. Durch die Umsetzung des Marchtaler Plans in der Unterstufe und die Einführung der Humanbiologie und Humanpsychologie in der Oberstufe hat das Erzbischöfliche Gymnasium mit seinem zukunftsorientierten und innovativen Denken diesen Auftrag bereits vor Inkrafttreten schon weitgehend umsetzen können.
Am Ende dieses Schuljahres danke ich allen Kolleginnen und Kollegen, allen Mitarbeitern, den Schülern und Eltern für ihr auf ein gemeinsames Ziel gerichtetes Arbeiten. Ebenso bin ich allen Persönlichkeiten im Erzbischöflichen Schulamt und im Landesschulrat, die uns freundlich und wirksam unterstützt haben, zu Dank verpflichtet. Ihnen allen, im Besonderen unseren Schülerinnen und Schülern, wünsche ich erholsame Ferien.


