Sie sind hier: Startseite > Archiv > Vorworte > 2000 bis 2009 > 27. Vorwort 2000/01
Suchen nach:  
Vorwort zum 27. Jahresbericht 2000/01



^ Inhaltsverzeichnis der Vorworte ^


Mag. Leopold Rieder



Selten zuvor tangierten Veränderungen im Bildungsbereich alle Beteiligten so intensiv wie im abgelaufenen Schuljahr. Die Sparmaßnahmen der Bundesregierung machten auch vor dem Schulwesen nicht Halt, was zu Protesten von Eltern, Schülern und Lehrern führte. Einige Einsparungswünsche konnten noch auf ein erträgliches Maß reduziert werden. Wahrscheinlich wird so manches zusätzliche Angebot an die Schüler (z. B. Exkursionen, Unverbindliche Übungen) nicht mehr gemacht werden können, weil die finanzielle Bedeckung fehlt. Es ist nur zu hoffen, dass die Unterrichtsqualität unter den pekuniären Kürzungen nicht besonders zu leiden hat.

Mit Beginn dieses Schuljahres trat aufsteigend mit der 1. Klasse der neue Lehrplan in Kraft. Der veränderte Umgang mit Wissen, neue Formen des Wissenserwerbs, Veränderungen in der Arbeitswelt und in der Lebensrealität der Schüler erfordern neue pädagogische Antworten. Die Einbeziehung von Selbst- und Sozialkompetenz neben der Sachkompetenz, verstärktes Eingehen auf die Schüler als Individuen, eine gesteigerte Zusammenschau der gemeinsamen Bildungsanliegen der Unterrichtsgegenstände bilden Schwerpunkte des neuen Lehrplans. Allgemeinbildung wird in fünf Bildungsbereichen definiert. Im Sinne des vernetzten Lernens sollen alle Unterrichtsgegenstände in vielfältigen Unterrichtsformen zu diesen Bildungsbereichen beitragen. Für die Unterrichtsgegenstände unterscheidet der Lehrplan zwischen Kern- und Erweiterungsbereich. In ersterem werden jene Ziele genannt, die verbindlich umzusetzen sind. Der Erweiterungsbereich dient dem Eingehen auf die konkrete Situation vor Ort. Die Gestaltung ist den einzelnen Schulen überlassen.

Hinsichtlich Zahl und Dauer der Schularbeiten wurde ein neuer Ansatz gefunden: Durch Festlegung einer Rahmenvorgabe wird es den Lehrern ermöglicht, diese schriftlichen Überprüfungen individueller den Klassen und den Unterrichtsgegenständen anzupassen.

Der im neuen Lehrplan klar erkennbare Anspruch auf Schülerorientierung sowie Individualisierung und Differenzierung wird an unserer Schule mit Elementen des Marchtaler Plans schon seit einigen Jahren verwirklicht und bestätigt den von uns eingeschlagenen Weg.

Trotz der bereits erwähnten finanziellen Kürzungen ist es gelungen, alle geplanten Vorhaben zu verwirklichen. So konnte unsere Schule im EDV-Bereich dank kräftiger Mitwirkung des Erzbischöflichen Schulamtes und des Bildungsministeriums mit modernsten Computern ausgestattet werden und auch für das physikalische Kustodiat konnten um einen namhaften Betrag neue schülergerechte Unterrichtsmittel für die Unterstufe angeschafft werden. Diese und alle anderen Unterstützungen werden von uns dankbar entgegengenommen und motivieren uns, weiterhin voll engagiert unser Bestes für die Schüler zu geben. Gleichzeitig fühlen wir unsere Arbeit auch darin gewürdigt, dass die rege Nachfrage nach unserer Schule ungebrochen anhält.

Ich wünsche am Ende eines arbeitsreichen Schuljahres allen, besonders den Schülern und Lehrern, schöne Ferien und gute Erholung.


« Vorwort 1999/00

 ^ Inhaltsverzeichnis ^

Vorwort 2001/02 »