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Vorwort zum 29. Jahresbericht 2002/03



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Mag. Leopold Rieder



Mit Freude stellen wir fest, dass wir mit dem Schuljahr 2002/2003 ein wesentliches Ziel unserer Schule erreicht haben. Wir können von der 1. bis zur 8. Klasse zwei Parallelklassen und - als Bindeglied zwischen Unter- und Oberstufe - die Übergangsklasse führen. In insgesamt 17 Klassen bieten wir 400 Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, in einer katholischen Schule ihren Bildungsweg bis zur Matura zu absolvieren.

Im Blick auf die Zukunft gilt es das Erreichte zu sichern und die Qualität zu festigen. Die sprunghaft gestiegenen Herausforderungen, mit denen die Institution Schule konfrontiert ist, haben die Diskussion über Schulqualität vorangetrieben. Das Interesse der Öffentlichkeit an der Qualität einzelner Schulen wird immer höher, obwohl Schule das Bildungsmonopol vergangener Tage verloren hat. Schüler/innen und Erziehungsberechtigte äußern verstärkt ihre Wünsche nach Partizipation und Mitsprache. Zudem muss Schule mit der immer größeren Individualität der Schülerinnen und Schüler zurecht kommen. Die vielfältigen Ansprüche führen manchmal zu einem veränderten Selbstverständnis der Lehrerinnen und Lehrer, die mit höchst widersprüchlichen Erwartungshaltungen konfrontiert sind, während konstruktive Rückmeldungen spärlich sind. An unserer Schule ist daher im abgelaufenen Schuljahr die Qualitätssicherung im Mittelpunkt gestanden. In mehreren Konferenzen und Dienstbesprechungen wurden die schulischen Rahmenbedingungen, die pädagogischen Konzepte und Formen des sozialen Zusammenlebens einer kritischen Analyse unterzogen und Zukunftsperspektiven entwickelt. Es liegt nun an uns, diese Ergebnisse in geeigneter Form in die Praxis umzusetzen und den Qualitätsstandard unserer Schule zu halten und noch auszubauen.

All diese Arbeit wird durch Sparmaßnahmen, die auch vor der Bildung nicht halt machen, erschwert. Nach Einsparungen in den vergangenen Jahren folgte dieses Jahr der Paukenschlag mit den Stundenkürzungen. Von der 1. bis zur 8. Klasse werden den Schülern insgesamt 14 Wochenstunden gestrichen. Hochgerechnet auf die achtjährige Gymnasialzeit bedeutet dies, dass die Schüler in einem Gymnasium fast ein halbes Jahr weniger unterrichtet werden. Dieses fehlende halbe Jahr Ausbildung wird sich auch mit größtem Einsatz und Bemühen der Lehrerschaft kaum wettmachen lassen.

Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen, dass sie sich trotz dieser Erschwernisse nicht entmutigen lassen und weiterhin ihr Bestes zum Wohle unserer Schüler geben.

Für den Turnunterricht konnte heuer ein neuer Hartplatz, der die Kinderherzen höher schlagen lässt, seiner Bestimmung übergeben werden. Dem Erzbischöflichen Amt für Unterricht und Erziehung, an der Spitze Frau HR Dr. Christine Mann, sei für die Finanzierung herzlich gedankt und auch der Verwalterin des Seminars, Frau Ilse Rockenbauer, für die zügige Bauabwicklung.

Nach den Strapazen des abgelaufenen Schuljahres haben sich alle Ferien verdient, in denen sie sich erholen und für das neue Schuljahr Kraft tanken können.


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