Mag. Leopold Rieder
![]() |
Nach intensiven Bauarbeiten in den Sommerferien konnten wir tatsächlich mit dem ersten Schultag im Herbst unseren renovierten Schultrakt beziehen. Die Klassenzimmer und Sonderunterrichtsräume, das Konferenzzimmer und die Gänge präsentierten sich in neuem Glanz. Erstmals gibt es auch für alle Schüler/innen eine zentrale Garderobe. Eine weitere Neuerung betrifft das Buffet. In einem neuen Buffetraum wird eine gesunde Schuljause mit Produkten von Bio-Landwirten angeboten.
Im Laufe des Schuljahres wurden die Arbeiten an der Außenfassade, die die ursprüngliche Farbe wieder bekam, und an den Außenanlagen fortgesetzt und abgeschlossen. Einer offiziellen Eröffnung des renovierten Hauses, auf die wir uns schon freuen, steht nun im nächsten Schuljahr nichts mehr im Wege.
Dieses Schuljahr war aber nicht nur geprägt von den Renovierungsarbeiten, sondern auch von der Diskussion über Schule an sich: Themen wie Bildungsstandards, Lesetest, PISA–Studie, Ganztagsschule, 2/3–Mehrheit dominierten die Medien, und jeder, der nur in entferntester Weise mit Schule zu tun hat oder glaubt zu tun zu haben, musste eine Stellungnahme abgeben. Manchmal wurde fast der Eindruck erweckt, das österreichische Bildungswesen sei auf den Stand eines Entwicklungslandes zurückgefallen. Was wurden da nicht für Konzepte entwickelt und Ratschläge gegeben, die sofort umzusetzen seien. Vor allem die undifferenzierte Interpretation der PISA–Studie rief viele vermeintliche Expert/inn/en auf den Plan. Bei genauer Analyse stellt man fest, dass genauso wie bei PISA2000 auch diesmal die Privatschulen, deren überwiegender Teil katholisch ist, in allen Gebieten Spitze sind. In der Differenzierung nach Schultypen liegt die AHS in allen Bereichen vor den jeweiligen Siegerstaaten.
Wenn Sie, liebe Leser/innen, einen Blick in die Geschichte machen, glauben Sie wirklich, dass innerhalb von drei Jahren seit der letzten Studie der Bildungsnotstand in Österreich ausgebrochen sei und unsere Kinder in dieser kurzen Zeit lesen und rechnen verlernt haben, wie es oft dargestellt wird? Selbstverständlich muss sich Schule weiter entwickeln und den aktuellen Gegebenheiten Rechnung tragen, nur soll dies alles wohl überlegt sein und in einem breiten Konsens aller Betroffenen erfolgen. Wir können jedenfalls gespannt sein, was es alles an Neuerungen im Herbst geben wird.
Ich bedanke mich bei allen, die im abgelaufenen Schuljahr tatkräftig an der Entwicklung unserer Schule mitgewirkt haben und die Voraussetzungen für einen qualitativ hochwertigen Unterricht an unserem Gymnasium geschaffen haben: dem Erzbischöflichen Amt für Unterricht und Erziehung mit Frau HR Dr. Christine Mann an der Spitze, ihren Mitarbeiter/inne/n und den Beamt/inn/en im Landesschulrat für Niederösterreich. Mein besonderer Dank gilt den Schüler/inne/n, Eltern und Lehrer/inne/n für die konstruktive Zusammenarbeit und deren Einsatzbereitschaft für unsere Schule.
Allen Freund/inn/en unserer Schule wünsche ich viel Vergnügen beim Lesen des Jahresberichts und eine schöne, erholsame Urlaubszeit.


