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Vorwort zum 35. Jahresbericht 2008/09



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Mag. Leopold Rieder



Eine sehr emotionale, vielfach negativ geführte Schuldiskussion beherrschte über weite Strecken das abgelaufene Schuljahr. Alle, die sich ernsthaft um die Weiterentwicklung des österreichischen Schulwesens bemühten, fühlten sich vor den Kopf gestoßen. Es zeugt von Unkenntnis, die Unterrichtsarbeit nur auf das Klassenzimmer beschränkt zu sehen, ein großer Teil dieser Tätigkeit findet an anderen Orten statt. Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, aufmerksam in diesem Jahresbericht blättern, werden Sie eine Vielzahl an Aktivitäten wahrnehmen, die die Lehrenden unserer Schule außerhalb des regulären Unterrichts mit Ihren Kindern gemacht haben.

Ungeachtet der öffentlichen Kontroversen hat das Lehrerkollegium weiter intensiv an der Entwicklung unseres Gymnasiums gearbeitet. Denn eines ist klar: Schule muss sich weiter entwickeln. Und das Erzbischöfliche Gymnasium hat auch seinen Beitrag dazu geleistet. Zwei Innovationsschwerpunkte waren es, für die viel Zeit und Ideenreichtum investiert wurden.

Zum einen ist der Begabungs- und Begabtenförderung verstärkt Augenmerk geschenkt worden und sie soll im kommenden Jahr weiter ausgebaut und weiter entwickelt werden. Dabei geht es darum, die vielfältigen Begabungen unserer Schüler/innen zu erkennen und zu fördern. Unser zweites Augenmerk galt der Aufnahme in den Kreis der UNESCO-Schulen. Voraussetzung dafür ist das Vermitteln von Werten wie Toleranz und Mitgefühl, das Beschäftigen mit Themen wie Menschenrechte, Kreativitätsförderung und die Teilnahme an gesellschaftlichen Initiativen und Hilfsprojekten.

Ich danke den verantwortlichen Lehrerinnen recht herzlich für die beiden Initiativen und bin von deren Erfolg überzeugt.

Bei der ganzheitlichen Erziehung wird natürlich auch auf den Wissenserwerb der jungen Menschen großer Wert gelegt. Als Bespiel dafür sei der Erfolg von Christoph Anzböck zu nennen, der mit seiner Leistung bei der Latein-Olympiade sowohl beim Landes- als auch beim Bundeswettbewerb bester 7. Klasse-Schüler der Oberstufengymnasien Österreichs geworden ist.

Für die Vielzahl an Veranstaltungen, Projekten, Exkursionen, Sport- und Sprachwochen zeigt ein ausnehmend engagiertes Lehrerteam verantwortlich, dem ich für seinen Einsatz ein herzliches Dankeschön sage. Für die gute Zusammenarbeit und den Willen, unsere Schule zukunftsorientiert zu gestalten, danke ich den Mitgliedern des Schulgemeinschafts- und des Dienststellenausschusses. Mein Dank gilt auch Mag. Peter Ausserhofer, der zwei Jahrzehnte lang die Funktion des Administrators ausgeübt und diese Tätigkeit im Herbst in jüngere Hände gelegt hat. Ich wünsche seinem Nachfolger Mag. Harald Grötz alles Gute in seinem neuen Wirkungsbereich.

All unsere Erfolge könnten nicht erzielt werden, würden nicht das Erzbischöfliche Amt für Unterricht und Erziehung mit Frau Hofrat Dr. Christine Mann an der Spitze und die Beamtenschaft des Landesschulrates für Niederösterreich unsere Schulentwicklung wohlwollend unterstützen. Dafür sei herzlich gedankt.

Ich wünsche allen eine erholsame Ferienzeit und viel Vergnügen beim Lesen dieses Jahresberichts.


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