Projekt Klimabündnis, Schule und Region (2005)

aus LES, der Lehrer-Eltern-Schüler-Datenbank des Real- und Aufbaugymnasiums Hollabrunn

Inhaltsverzeichnis

Klimabündnis, Schule und Region - Wir tragen bei zu Minus 50% CO2

Ein Bericht von Verena Schönauer, Projektbetreuerin Klimabündnis, Schule und Region


In diesem Schuljahr beteiligten sich Birgit Mayer und Oskar Luger mit ihren Klassen 3AB, 4AB und 7B am Projekt „Klimabündnis, Schule und Region“, einem Projekt der NÖ Landesregierung, unterstützt von Landesrat Plank. Ziel des Projektes ist es, gemeinsam neues Wissen im Bereich von klimarelevanten Themen zu erarbeiten, unseren Einfluss auf das Klima und die Möglichkeiten von Verhaltensänderungen zu erkennen und dieses Wissen auch an andere weiterzugeben.

Welternährung und Alternative Energieerzeugung

Die Schüler/innen der 7B Klasse beschäftigten sich während des Projektes mit den Gründen des Bevölkerungswachstums und den daraus entstehenden Zusammenhängen und Problemen im Bereich der Ernährung und der sozialen Ungleichheit zwischen unserem Wohlstand und anderen Regionen der Welt. Das 2 Problem des CO -Ausstoßes in die Atmosphäre und deren Verursacher sowie mögliche alternative Energieerzeugung standen danach im Mittelpunkt.

Problematische Textilproduktion

Die dritten Klassen erörterten die Herstellungswege von Textilien und wie sich diese auf die Umwelt, das Klima und die sozialen Bedingungen der Arbeiter/innen auswirken. Die Clean Clothes Kampagne wurde als Ausweg vorgestellt, der für Näherinnen in den Entwicklungsländern sichere und faire Arbeitsbedingungen schafft.

Gesunde Ernährung und Bio-Buffet

Die vierten Klassen beschäftigten sich mit gesunder Ernährung, die sich - wie sie selbst herausfanden - aus 50% Getreideprodukten und Gemüse und nur zu einem kleinen Prozentsatz aus Fleisch, Fisch und Eiweiß zusammensetzen sollte. Der Konsum von saisonalen und regionalen Produkten unserer Bauern hilft durch die geringeren Transportwege den Ausstoß von Treibhausgasen zu minimieren. Bio-Produkte halten nicht nur unseren Körper gesund, sondern schonen auch 2 durch eine verringerte CO -Belastung unser Klima. Bei der biologischen Land- 2 wirtschaft wird bis zu 60% weniger CO produziert als bei der herkömmlichen Landwirtschaft. Beim Tag der Offenen Tür brachten die Schüler/innen ihr Wissen in Form einer Ernährungsberatung den Eltern und Besuchern näher.

TransFair – nicht nur der Umwelt gegenüber

Beim Südwind-Workshop „Kakao“ stand dann ein Produkt im Vordergrund, das nicht in unserer Region wächst. Kakao steht für eines von vielen nicht heimischen Produkten wie Kaffee, Tee, Reis, Orangen und Bananen, die von Plantagenarbeiter/ inne/n zu schlechtesten Bedingungen und minimaler Bezahlung geerntet werden. TransFair-Produkte sind hier der Ausweg. Kleinbauernfamilien werden dabei in ihrer Existenz unterstützt, bekommen faire Preise für ihre Arbeit und liefern Bio-Produkte mit hoher Qualität.

Klasse kauft Regenwald

Auf dem Weg durch die Schule habe ich auch noch andere erwähnenswerte Aktionen gefunden, die nicht im Rahmen des Projektes unternommen wurden, allerdings genauso zur Verbesserung unseres Klimas beitragen: Die Schüler/innen der 5A Klasse waren von den Rodungen des Regenwaldes sehr entsetzt. So stellten sie ihre Klassenkasse zur Verfügung und sammelten in der Schule 490 Euro. Damit kauften sie ein 4000 m großes Waldstück im „Regen- 2 wald der Österreicher“ in Costa Rica und übernahmen die Patenschaft für einen Brüllaffen, einen Ara und einen Ozelot.


Nachhaltige, alternative Lebensweise in gegenseitigem Respekt mit Mensch und Natur von der Anmeldung in die Schule bis zur Matura Als Absolventin dieser Schule ist mir aber auch wichtig zu erwähnen, dass die Auseinandersetzung mit umwelt- und klimarelevanten Themen sich keinesfalls auf ein einziges Schuljahr bzw. auf geförderte Projekte beschränkt. Vielmehr stellt es eine selbstverständliche Auseinandersetzung mit Alternativen im Umgang mit Mensch und Natur dar. Dadurch öffnen sich für die Schüler/innen neue Wege für eine nachhaltige, sozial korrekte und umweltbewusste Lebensführung.

Wenn viele kleine Leute
An vielen kleinen Orten
Viele kleine Dinge tun
Können sie das Gesicht der Welt verändern.

Liebe Schüler/innen, liebe Lehrer/innen und lieber Herr Direktor – macht weiter so, denn ihr gehört sicherlich zu diesen Menschen, die durch viele kleine Dinge das Gesicht der Welt verändern!